Melamars Fall in die Nacht |
| Wolfgang E. Eigensinn |
Rezension von Melanie Marschnig (melamar): FALL IN DIE NACHT |
Vorwiegend am Schauplatz Wien handelt die Erstveröffentlichung „Fall in die Nacht“ der jungen Kärntner Schriftstellerin Melanie Marschnig, die unter dem Kürzel „melamar“ schreibt, Lesungen hält und veröffentlicht, wo sie eine Möglichkeit findet. Geschickt und ständig in eingeschobenen Unterkapiteln reflektierend ob es überhaupt richtig war, die Geschichte niederzuschreiben – da die Auseinandersetzung mit den Erlebnissen und Ereignissen ihr immer noch Schmerz bereitet – spinnt sie den Faden der Erzählung. Ihre Protagonistin Kathi, ein junges Mädchen aus einem südlichen Bundesland, kommt nach Wien und verliebt sich kurz darauf bei einem Freiluftkonzert in einen fröhlichen, netten Afrikaner. Doch irgendein Schulkollege von Kathi, mit einem klitzekleinen „Rauchpiece“, einem unscheinbarem Bröckchen Haschisch in einer Dorfdisco erwischt, erzählt der Kripo eine stark aufgebauschte, wild ausgeschmückte Geschichte über den „schwarzen“ Freund seiner einstigen Mitschülerin, der ihm den „Stoff“ mehr oder minder aufgedrängt habe. Die Kärntner Kriminalpolizei schickt daraufhin das Protokoll an die Wiener Kollegen und das Verhängnis nimmt seinen unabänderlichen Lauf. |

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